Widerruf von Immobiliendarlehen

Im Bankrecht hat in den vergangenen Jahren insbesondere der Streit um den Widerruf von Immobilienkrediten einen großen Teil der von mir geführten Auseinandersetzungen mit Banken geprägt.

 

Der Bundestag hat zwar am 18.02.2016 beschlossen, das sogenannte "ewige Widerrufsrecht" von Darlehensverträgen, die in der Zeit vom 02.11.2002 und 10.06.2010 abgeschlossen wurden, zu beenden. Diese Verträge konnten somit nur noch bis zum 21.06.2016 widerrufen werden. Bis zum Ablauf dieser Frist musste der Widerruf gegenüber der Bank erklärt werden.

 

In Darlehensverträgen, die ab dem 11.06.2010 abgeschlossen wurden, haben die Banken und Kreditinstitute aber weiterhin Fehler gemacht. So müssen die Kreditinstitute in der Widerrufsbelehrung beispielsweise über bestimmte Pflichtangaben belehren. Wenn hierbei Fehler gemacht wurden, beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen und der Widerruf kann auch heute noch erklärt werden.

 

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 22.11.2016, Az. RI ZR 434/15 entschieden, dass dies auch für solche Angaben gilt, die dem Gesetz nach garkeine Pflichtangabe sind, von der Bank aber als solche in der Widerrufsbelehrung aufgeführt werden. Dies gilt insbesondere für die in den Darlehensverträgen der Sparkassen, aber auch anderer Kreditinstitute enthaltenen Beleherungen die als vermeintliche Pflichtangabe "die Angabe der für die Sparkasse zuständigen Aufsichtsbehörde" nennen, obwohl sich die Angabe der Aufsichtsbehörde dem Vertrag nicht entnehmen lässt.

Gerne prüfen wir Ihren Darlehensvertrag und beraten Sie über die Möglichkeiten und Folgen eines Widerrufs.

 

Gerne prüfe ich die Widerrufsbelehrung bzw. die Widerrufsinformation Ihres Immobiliardarlehensvertrages. Setzten Sie sich einfach mit mir in Verbindung.